Historie

Ursprung und Entwicklung

Der Club gründete sich im November 1994 auf Bestreben von drei Hamburger Schwalbe-Fahrern, die schon seit 1992 im Besitz mehrerer Mopeds aus dem ehemaligen "VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Suhl" waren. Einmal pro Jahr fanden sie sich in lockerer Runde zum Schwalbetreffen an der Elbe oder im Stadtpark mit Gleichgesinnten zusammen. Die Resonanz auf diese Treffen spornte die drei Enthusiasten schließlich an, zu einem Treffen am 14. Oktober 1994 aufzurufen.

Orginalzitat aus dem Protokoll des Treffens:
Zweck dieses Treffens, zu dem Andre Reuter und Witek Kowalcyk aufgerufen hatten, war einen ersten Kontakt von Simsonfahrern herzustellen, die Lust hatten einen Simsonclub in Hamburg zu gründen. Es kamen insgesamt 18 Personen. Nach mehreren Vorschlägen (Schwalbefahrer Hamburg, Schwalbennest, Simsonfreunde Hamburg, funktionierende Parkleuchte) wurde beschlossen, dass wir uns "Simsonfreunde Hamburg" nennen wollen. Mit dem Namen werden alle Fahrer/innen von Motorrädern der Firma Simson/Suhl im Raum Hamburg angesprochen, also nicht nur Schwalbefahrer, sondern auch Duo-, Starfahrer, etc. Wir wollen mit der Gründung des Clubs Simsonfahrern die Möglichkeit geben ihr Hobby gemeinsam zu gestalten, den Erfahrungsaustausch untereinander durch regelmäßige Treffen zu fördern und Informationen rund um die Simson-Motorräder weiterzugeben. Außerdem sollen gemeinsame Aktivitäten wie Ausfahrten, Treffen mit anderen Simsonclubs, Reparatur- und Wartungshilfen organisiert werden.

Innerhalb eines halben Jahres wuchs die Mitgliederzahl auf 25 Schwalbe- und Duofahrer, die sich immer am letzten Freitag im Monat zum Erfahrungsaustausch in gemütlicher Runde treffen - zunächst in der Kneipe Buchholz, die heute Roth heißt (nach Besitzerwechsel) und nun in der Blauen Blume. Der Wirt des Buchholz' steuerte sein Rezept für unser Clubgetränk, den grünlich schimmernden Krümmerreiniger, bei, das sich auf allen Veranstaltungen großer Beliebtheit erfreut. Seit November 1995 sind wir Mitglied bei den Simson-Freunden-Deutschland.

Unsere Mitgliederzahl wuchs ständig, so dass wir zwischenzeitlich auf ca. 70 Mitglieder blicken konnten, von denen einige durch Heirat, Kinder, Berufsausbildung, Karriere oder durch Auswanderung auf die Philippinen wieder ausschieden, und einer (unser Weltmeister Georg Weißenbach von 1998) leider verstorben ist.

Im Herbst 1995 eröffneten wir die erste Werkstatt für Schrauber und solche, die es werden wollten. Doch nach diversen Umzügen wurde diese 2004 wieder aufgelöst, da mittlerweile viele Simson-Freunde selbst über eigene Möglichkeiten zum Schrauben und Restaurieren verfügten.

2004 feierten die Simson-Freunde-Hamburg ihr 10-jähriges Bestehen mit einem rauschenden Fest.

Duo-Grand-Prix

Im Juni 1995 lud uns erstmalig der Duo-Club Emsen e.V. ein, uns aktiv an dem alljährlich stattfindenden Duo-Grand-Prix zu beteiligen. Von nun an kannten die Simson-Freunde kein Halten mehr. Alle Clubmitglieder wurden mobilisiert und so konnten wir uns im August 1995 erstmalig mit einem Schwalbe-Parcours, einem eigenen Simson-Stand, unseren beliebten Club- und Veranstaltungsshirts, einem Reparaturservice und unserer motorisierten Vogelschar (Schwalbe, Spatz, Star und Habicht) der Öffentlichkeit präsentieren.

Unser Rennduo "Vooduo-Man" machte 1995 sogar den 2. Platz. An den Erfolgen der der Simson-Freunde änderte sich auch in den nachfolgenden Jahren nichts, so dass wir bis heute insgesamt vier Weltmeister bei den Herren und Damen (1998 und 2000), zwei zweite und einen dritten Platz stellten. Unser absolutes Erfolgsjahr war 2000 (das Milleniumsjahr), wo die ersten drei Plätze bei den Herren und der erste Platz bei den Damen von den Simson-Freunden-Hamburg errungen wurden. Seit diesen Tagen sind die Simson-Fahrer aus Hamburg auch außerhalb der Stadttore bekannt.

Besondere Ausfahrten

1996 starteten wir die erste Sternfahrt in Hamburg. Aus fünf verschiedenen Richtungen kamen ca. 30 Schwalben angeknattert und trafen sich auf dem Heiligengeistfeld. Da auch noch die Sonne schien, wurde dieses Event ein Riesenerfolg, das mehrfach wiederholt wurde.

Im Jahre 2004 starteten fünf unerschrockene Simson-Freunde schließlich mit ihren mehr oder weniger fitten Duos auf eine einwöchige Expedition nach Berlin, wo sie nach dreitägiger Fahrt tatsächlich auch ankamen. Nicht nur der Kuhdamm und das Brandenburger Tor wurden von ihren Abgasen eingehüllt, das gesamte Stadtgebiet und die nördlichen Gefilde der ehemaligen DDR konnten ihren Konvoi bestaunen.

Diverse Kurzfilme wurden über uns und unsere einzigartigen, fahrbaren Untersätze gedreht und ausgestrahlt, doch der Höhepunkt war 2005 ein Interview unseres damaligen Präsis zusammen mit Doc Simson (Uli Richter) im Vormittagsprogramm eines bekannten Fernsehsenders.

Heute

Leider stellte ein Einbruch 2005 die Weiterexistenz unseres Clubs jäh in Frage, doch ein fester Stamm von ca. 15 Simson-Freunden wollte partout nicht aufgeben. Seitdem verzichten wir weitgehend auf die Verteilung von Ämtern - Präsis gibt's nicht mehr und moderne Kommuniktionsmittel ersetzen größtenteils den Clubtexter. Fest im Amt bleiben lediglich ein Kassenwart, der unser Vermögen verwaltet und unser Küchenmeister, auf den wir auch zukünftig nur ungern verzichten würden.

Die Simson-Freunde-Hamburg werden sich also auch in Zukunft auf feste Veranstaltungen freuen können, die da wären:

Es geht weiter - mit einem dreifachen SCHWALB-SCHWALB - denn:

WER BREMST, VERLIERT !